Im Visier des weißen Stockes 2-2019 (Onlineversion)

erhältlich als: Schwarzdruck - Punktschrift - Audio-CD - Diskette - E-Mail

Herausgeber:
Weißer Stock e.V.
Beratungsstelle für Blinde und Sehbehinderte

Rosenhof 4, 09111 Chemnitz

WIR SIND FÜR SIE DA:

Montag 9 – 12 Uhr
Dienstag 9 - 12 und 14 - 17 Uhr
Mittwoch 9 - 12 und Donnerstag 13 - 15 Uhr
sowie nach Vereinbarung

Beratungsstellenleiterin: 0371 – 7 00 96 73
Begleitungen: 0371 – 7 00 96 74

In Zusammenarbeit mit dem Blinden- und Sehbehinderten Verband Sachsen e.V.
BSVS e.V.: 0371 – 7 00 89 779
Sprechzeit: Do 11 – 15 Uhr
(letzter Do im Monat 13 – 17 Uhr)

Ihre Beiträge für die nächste Ausgabe sind stets herzlich willkommen! Redaktionsschluss ist der: 15. Mai.


Inhaltsverzeichnis


Erlebnisräume SinnReich - Der Ausbau ist so gut wie abgeschlossen

Der nächste große Schritt in der Entstehung der Dunkelräume ist getan. Am 5. Februar fiel der Startschuss zur Verwandlung des ehemaligen Ladengeschäftes in die Erlebnisausstellung. In den letzten Wochen wurde im Rosenhof 14 emsig gemessen, gebohrt, geschliffen, eingepasst, geschraubt, gespachtelt und gestrichen. Dabei entstand ein Rundgang durch 3 Räume, welcher sich, ähnlich einem Labyrinth, um Wände und Ausstattung schlängelt.

Der schwarze Anstrich sorgt dafür, dass man hier buchstäblich im Dunkeln tappt. Genauso wie es gedacht ist. Mit dem Einbau der Wände wurden Leitungen und Anschlüsse für Licht, Ton und kleine Effekte installiert. Durch einen Hauptschalter kann die gesamte Elektrik deaktiviert werden. In einem Schaltschrank laufen so zu sagen „alle Fäden zusammen“. In nächster Zeit kommen weitere spannende Details hinzu und der Raum wird auf seine Bestimmung vorbereitet.

Die Farbe Schwarz ist nicht nur in der Ausstellung sehr effektiv, sie eignet sich auch hervorragend für Werbeträger. Als Grundfarbe verschiedener Druckmittel sticht sie hervor und fällt dem Betrachter direkt ins Auge. So sind schwarze Briefumschläge, Flyer und Plakate mit einzigartigen Grafiken und unserer Fledermaus ein echter Hingucker. Das Angebot verbreitet sich so auf verschiedenen Wegen in der Öffentlichkeit und lockt Neugierige an. Im besten Falle können wir nach Eröffnung regelmäßig Teilnehmer der Rundgänge in der Ausstellung begrüßen. Bis dahin bedarf es zwar noch etwas Zeit und Vorbereitung, jedoch hat es die längste Zeit gedauert und mit etwas Glück können wir in der nächsten Ausgabe über erste Erfahrungen berichten.

Für Kritiken, Fragen, Anregungen und Ideen haben wir immer ein offenes Ohr. Alle Neugierigen laden wir schon einmal herzlich zu einem Rundgang nach Eröffnung ein. Über ein wenig Mundpropaganda würden wir uns freuen.

Fü(h)r mich - Zuverlässigkeit ist uns wichtig

Schon oft haben wir darüber berichtet, wie es bei Fü(h)r mich läuft und für welche Aktivitäten eine Begleitung vereinbart werden kann. Ehrenamtliche Begleitassistent/innen haben erzählt, wie sie ihr Engagement bei uns erleben. Aber vielleicht haben Sie sich manchmal gefragt: Was ist, wenn der Begleiter plötzlich nicht kommen kann? Was ist, wenn wir uns am vereinbarten Treffpunkt nicht finden?

Selbstverständlich gebe ich Ihnen schnellstmöglich Bescheid, wenn ein Begleiter z.B. wegen Krankheit absagt. Sollte noch genügend Zeit bis zum Termin sein, bemühe ich mich um einen Ersatz. Bitte informieren Sie mich ebenfalls, wenn Sie einen Termin absagen müssen. Schließlich soll sich auch der ehrenamtliche Begleiter nicht umsonst auf den Weg machen.

Unter der Woche können Sie wie bisher in der Beratungsstelle anrufen. Ich bin unter Tel. 0371- 7009674 erreichbar. Für abends und am Wochenende gibt es eine Handynummer, die bei kurzfristig eintretenden Notfällen angerufen werden kann. Das Handy wird nur dann eingeschaltet, wenn tatsächlich eine Begleitung zu diesen Zeiten stattfindet. Deshalb hat es keinen Sinn, die Nummer hier zu veröffentlichen. Sie und Ihr Begleiter erhalten die Nummer, wenn Sie eine Begleitung abends oder am Wochenende vereinbaren.

Wenn Sie ein Handy haben, nehmen Sie es am besten immer zu den Begleitungen mit. Sollten Sie wirklich einmal an einem Treffpunkt warten und der Begleiter ist nicht da, rufen Sie uns an. Seien Sie versichert, dass wir Sie nicht stehen lassen. Wir versuchen so schnell wie möglich zu klären, ob er noch kommt und wie wir Ihnen sonst helfen können.

Noch eine nicht ganz unwichtige Sache: Wenn wir eine mit Ihnen vereinbarte Begleitung ausfallen lassen müssen, brauchen Sie für die nächste keinen Teilnehmerbeitrag zu bezahlen.

Haben Sie noch Fragen zu Fü(h)r mich? Möchten Sie eine Begleitung vereinbaren? Dann melden Sie sich bitte telefonisch oder per E-Mail unter < a href="Mailto:fuehrmich@weisser-stock.org">fuehrmich@weisser-stock.org.

Mobizentrale wieder für alle Bahnen zuständig

die Proteste des DBSV und anderer Behindertenverbände gegen die Serviceverschlechterung für Bahnreisende mit Mobilitätseinschränkungen zeigen Wirkung: Mitte März erklärte die Deutsche Bahn, dass die Mobilitätsservice-Zentrale ihre Hilfestellungen übergangsweise wieder für alle Bahnreisenden, also auch für Kunden von Wettbewerbsbahnen, anbietet. Dieser Service war zum 1. Februar kurzfristig eingestellt worden.

In der Zwischenzeit hat die Deutsche Bahn laut einer Pressemitteilung allen Bahnunternehmen einen Vertrag zum gemeinsamen Betrieb der Mobilitätsservice-Zentrale angeboten. Mit den derzeitigen Vertragsabschlüssen werden über 90 Prozent aller durchschnittlich angefragten Hilfeleistungen abgedeckt. Bis zum Abschluss der Gespräche mit den Privatbahnen, die den Vertrag noch nicht unterzeichnet haben, wird die Bahn wieder die Anmeldung aller Hilfeleistungen übernehmen, heißt es weiter. Unklar bleibt allerdings, wie lange dieser Zustand anhält. "Wir fordern die Deutsche Bahn und die privaten Eisenbahnunternehmen auf, schnellstmöglich eine dauerhafte Lösung zu finden", kommentiert daher der Geschäftsführer des DBSV, Andreas Bethke.

Der DBSV hat bereits mit der Prüfung von Schlichtungsverfahren begonnen. Falls das Ergebnis nach Abschluss der Gespräche unbefriedigend bleibt, wird der DBSV diesen Weg fortsetzen.

Quelle: DBSV-Direkt Nr.20-19

Änderungen Schienenersatzverkehr Chemnitz-Aue

Statt der beiden Linien 76 und 361, die aktuell als SEV nach Aue bzw. Burkhardtsdorf verkehren, wird es ab 30. März 2019 eine gesonderte SEV-Linie als Ersatz für die Eisenbahn im Zwönitztal geben. Ihr Fahrtweg führt dann von Burkhardtsdorf über Einsiedel zum Campus der TU Chemnitz, von wo aus der Hauptbahnhof mit den Bahnlinien 3 und C13 – C15 im 10-Minuten-Takt erreichbar ist. Mit Betriebsaufnahme dieses neuen SEV verkehrt die Linie 76 wieder nach dem ursprünglichen Fahrplan zwischen Altchemnitz und Eibenberg bzw. Berbisdorf. Die Linie 361 zwischen Chemnitz Hauptbahnhof und Aue bleibt unverändert. Ab Mitte März werden die Fahrpläne der neuen SEV-Linie an den Haltestellen und im Internet unter www.vms.de verfügbar sein. Mit dem neuen SEV- Konzept konnten in sehr kurzer Zeit die berechtigten Hinweise der Fahrgäste berücksichtigt werden. Die Anbindung von Einsiedel, Dittersdorf und Kemtau verbessert sich damit trotz der Bauarbeiten deutlich.

Quelle: Pressemitteilung des VMS vom 15.02.2019

Behindertenaktivist Raúl Krauthausen in Chemnitz

Anlässlich ihres 100jährigen Bestehens führt die Chemnitzer Volkshochschule von März bis September 2019 eine "Visionsreihe" durch. Unter dem Motto "In welcher Gesellschaft wollen wir leben" sind vier prominente Redner zu Vorträgen und anschließenden Gesprächsrunden eingeladen.

Neben dem Philosophen Peter Sloterdijk, der Heute- Moderatorin Petra Gerster und dem ehemaligen ARD- Auslandskorrespondenten Jörg Armbruster ist auch Raúl Krauthausen zu Gast. Unter dem Thema "Leidenschaft statt Mitleid" spricht er über den Umgang mit Menschen mit Behinderungen.

Raúl Krauthausen ist kleinwüchsig und sitzt im Rollstuhl. Bekannt ist er durch:

Der Vortrag von Raúl Krauthausen findet am 06.05.2019 um 19.00 Uhr im Tietz statt. Die Teilnahme ist kostenfrei. Pro Person können zwei Karten reserviert werden.