Im Visier des weißen Stockes 4-2018 (Onlineversion)

erhältlich als: Schwarzdruck - Punktschrift - Audio-CD - Diskette - E-Mail

Herausgeber:
Weißer Stock e.V.
Beratungsstelle für Blinde und Sehbehinderte

Rosenhof 4, 09111 Chemnitz

WIR SIND FÜR SIE DA:

Montag 9 – 12 Uhr
Dienstag 9 - 12 und 14 - 17 Uhr
Mittwoch 9 - 12 und Donnerstag 13 - 15 Uhr
sowie nach Vereinbarung

Beratungsstellenleiterin: 0371 – 7 00 96 73
Begleitungen: 0371 – 7 00 96 74

In Zusammenarbeit mit dem Blinden- und Sehbehinderten Verband Sachsen e.V.
BSVS e.V.: 0371 – 7 00 89 779
Sprechzeit: Do 11 – 15 Uhr
(letzter Do im Monat 13 – 17 Uhr)

Ihre Beiträge für die nächste Ausgabe sind stets herzlich willkommen! Redaktionsschluss ist der: 15. September.


Inhaltsverzeichnis


Rechtliches: Rad und Recht

Alle Jahre wieder laufen die Telefone der DBSV-Rechtsberatung im Sommer heiß. Was treibt Eltern von sehbehinderten Kindern ebenso um wie den rüstigen Senior? Das Radfahren und zwar konkret, ob und mit welchem Sehvermögen man noch allein in die Pedale treten darf. Die Frage ist nicht einfach zu beantworten. Die Rechtsreferentin des DBSV, Christiane Möller, beleuchtet die rechtliche Situation.

Die Straßenverkehrsordnung schreibt als obersten Grundsatz vor: "Die Teilnahme am Straßenverkehr erfordert ständige Vorsicht und gegenseitige Rücksicht." Und weiter: "Wer am Verkehr teilnimmt, hat sich so zu verhalten, dass kein anderer geschädigt, gefährdet oder mehr, als nach den Umständen unvermeidbar, behindert oder belästigt wird." Diese goldenen Regeln gelten vereinfacht gesagt für die Fortbewegung auf öffentlichen Straßen.

Gutes Sehen ist wichtig für die sichere Teilnahme am Straßenverkehr. Aber wie gut muss das Sehvermögen sein? Eindeutige gesetzliche Bestimmungen gibt es nicht. Nähern wir uns der Beantwortung der Frage schrittweise: Maßgebend für die Teilnahme am Straßenverkehr - egal, ob als Autofahrer, Fußgänger oder Radfahrer - ist die Verordnung über die Zulassung von Personen zum Straßenverkehr (FahrerlaubnisVerordnung). Grundsätzlich ist jeder zum Straßenverkehr zugelassen, soweit nicht, wie zum Führen eines Kraftfahrzeugs, eine besondere Erlaubnis erforderlich ist. Für das Radfahren braucht man eine solche besondere Erlaubnis nicht.

Für den Erwerb eines Führerscheins gibt es gesetzliche Anforderungen an das Sehvermögen. Für den PKW-Führerschein und weitere Führerscheinklassen gilt: Liegt die Tagessehschärfe bei mindestens 70 Prozent auf beiden Augen, ist der Sehtest automatisch bestanden. Liegt das Sehvermögen darunter, ist das Führen eines Kraftfahrzeugs nur zulässig, wenn nach einer augenärztlichen Untersuchung feststeht, dass die Sehschärfe auf dem besseren Auge mindestens 50 Prozent beträgt, und keine zusätzlichen gravierenden Sehprobleme wie Gesichtsfeldeinschränkungen oder eingeschränktes Dämmerungssehen vorliegen. Wichtig sind auch Fähigkeiten wie Aufmerksamkeit, Konzentration, visuelle Reaktion und Verarbeitung. Auch andere Behinderungen können eine Rolle spielen. Liegen die Voraussetzungen für den Erwerb eines Führerscheins vor, darf man auch Radfahren.

Abwägung im Einzelfall

Reicht das Sehvermögen nicht mehr zweifelsfrei für den Erwerb des Führerscheins aus, bewegen wir uns in einer Grauzone, denn für Radfahrer gibt es keine verbindlichen Anforderungen an das Sehvermögen. Es ist also immer eine Abwägung im Einzelfall zu treffen. Oberstes Gebot: Man darf weder sich noch andere im Straßenverkehr gefährden. Das heißt, man muss in jedem Fall andere Verkehrsteilnehmer, Ampeln und Verkehrszeichen ausreichend früh erkennen und darauf reagieren können. Die Universitätsaugenklinik Tübingen hat vor einigen Jahren sehbehinderte Patienten in Bezug auf Unfälle und Beinahe-Unfälle befragt. Ergebnis war, dass bei einem Sehvermögen von unter 20 Prozent Unfälle und Beinahe- Unfälle zunahmen. Bei einem Visus von unter zehn Prozent oder bei Gesichtsfeldeinschränkungen auf unter 60 Grad oder bei einem Zentralskotom über zehn Grad war sicheres Radfahren kaum mehr möglich. Es handelt sich zwar nicht um objektivierbare Forschungsergebnisse, aus denen man verbindliche Grenzwerte für das zum Radfahren erforderliche Sehvermögen ableiten könnte. Dennoch bieten die Ergebnisse Hinweise für eine Entscheidung im Einzelfall.

Wie ist die Entscheidung zu treffen?

Es kommt nicht allein auf die eigene subjektive Wahrnehmung des vorhandenen Sehvermögens an, denn sich einzugestehen, dass man zum Radfahren schon zu schlecht sieht, fällt schwer, weil man ein großes Stück Unabhängigkeit aufgeben muss. Es hilft nur das offene Gespräch mit dem Augenarzt. Seine Empfehlungen sollten befolgt werden. Neben der Sehbehinderung sollten auch andere Einschränkungen, etwa Schwerhörigkeit, berücksichtigt werden. Menschen, die eine fortschreitende Augenerkrankung haben, sollten die Fahrtauglichkeit regelmäßig mit ihrem Augenarzt besprechen. Gleiches gilt nach Augenoperationen.

Fahrradprüfungen in der Schule

Häufig fragen Eltern, ob sehbehinderte Grundschulkinder die Fahrradprüfung absolvieren dürfen. Sehbehinderte Kinder sollten in jedem Fall an der Verkehrserziehung ihrer Schule teilnehmen. Das gilt auch für die Fahrradprüfungen, sofern seitens des Augenarztes keine Bedenken bestehen. Pädagogisch begleitet bietet sich sogar die Chance, sehbehinderten Kindern ihre Möglichkeiten, aber auch Grenzen bei der selbstständigen Teilnahme am Straßenverkehr aufzuzeigen - egal, ob zu Fuß oder mit dem Rad. Ergebnis dieses Prozesses kann beispielsweise sein, dass nur begleitetes Fahren mit den Eltern im nicht-öffentlichen Straßenraum möglich ist.

Schuldfrage bei Unfällen

Nimmt jemand wider besseres Wissen trotz zu geringem Sehvermögen als Radfahrer am Straßenverkehr teil und wird er in einen Unfall verwickelt, dürfte die Schuldfrage von Versicherungsgesellschaften und Gerichten häufig zulasten des sehbehinderten Verkehrsteilnehmers entschieden werden. Das kann teuer werden, weil man nicht nur für den eigenen Schaden, sondern gegebenenfalls auch für die Verletzungen anderer aufkommen muss.

Fazit

Radfahren ist grundsätzlich auch mit einer Sehbehinderung möglich und erlaubt. Eindeutige gesetzliche Vorgaben mit Anforderungen an das Sehvermögen gibt es nicht, sodass mit dem Augenarzt eine Entscheidung zu treffen ist. Je schlechter das Sehvermögen und je größer die Gesichtsfeldeinschränkungen, desto eher ist vom eigenständigen Radfahren Abstand zu nehmen. In diesen Fällen hilft der Umstieg auf ein Tandem mit sehender Begleitung.

Quelle: Sichtweisen 06.-07.2018

Positionen zum Taubblindengeld

Der Gemeinsame Fachausschuss hörsehbehindert/taubblind (GFTB) des DBSV hat Positionen zum Thema Taubblindengeld beschlossen, die auch in Gesprächen mit der Politik vertreten werden sollen. Oberstes Ziel ist die Einführung eines bundesweit einheitlichen, einkommens- und vermögensunabhängigen Taubblindengelds. Bisher gibt es in drei Bundesländern ähnlich dem Blindengeld auch eine Leistung für taubblinde Menschen, nämlich in Bayern, Berlin und Schleswig-Holstein. Taubblindengeld sollen Personen erhalten, die Anspruch auf das Merkzeichen TBl im Schwerbehindertenausweis haben, verlangt der GFTB. Als angemessene Höhe betrachtet er das Doppelte der Blindenhilfe, die zurzeit 694,68 Euro beträgt. Die Gewährung von Taubblindengeld darf nicht dazu führen, dass andere notwendige Leistungen - wie vor allem Taubblindenassistenz als Eingliederungshilfe - versagt werden. Des Weiteren fordert der Fachausschuss, dass eine Anrechnung des Taubblindengeldes auf andere zielgleiche Leistungen höchstens um die Hälfte des Taubblindengeldes erfolgen darf.

Mehr Infos, unter anderem ein PDF mit den vollständigen Positionen, unter www.dbsv.org/gftb.html

Demenzberatung im Sozialamt Chemnitz

Der Seniorensozialdienst des Chemnitzer Sozialamtes bietet jeden Donnerstag von 14.00 bis 18.00 Uhr eine Demenz- und Sozialberatung zu folgenden Themen an:

Auch telefonische Beratung ist möglich. Sie ist offen für pflegende Angehörige oder andere Betreuungspersonen, Betroffene auch ohne Pflegebedarf und deren Angehörige, interessierte Bürgerinnen und Bürger. Um Wartezeiten zu vermeiden, erfolgt die Beratung nach Terminvereinbarung.

Aktionstag Demenz - dabei und mittendrin

Anlässlich des Weltalzheimertages lädt das Demenznetz Chemnitz am 22.09.2018 zu dieser Veranstaltung ein.

Die Diagnose DEMENZ und die Bewältigung des Alltags stellt mit fortschreitender Erkrankung für Betroffene, deren Angehörige und Familien, eine große Herausforderung dar. Aber auch an professionelle Dienstleister stellt der Umgang mit Menschen mit Demenz hohe Anforderungen. Wir möchten Möglichkeiten aufzeigen, die das Leben mit "Demenz - dabei und mittendrin" lange unterstützen können und über neue Erkenntnisse informieren. Neben interessanten Vorträgen erwarten Sie Informations- und Beratungsstände mit kompetenten Ansprechpartnern:

Programm
Moderation: Hans-Jürgen Rutsatz, Rechtsanwalt

08.30 Uhr Einlass und Empfang der Besucher, Informationsstände

09.00 Uhr Begrüßung

09.15 Uhr Eröffnungsvortrag "Wohnen mit Demenz" (Dr. Axel Viehweger, Vorstand des Verbandes Sächs. Wohnungsgenossenschaften e. V.)

09.45 Uhr Vortrag "und wenn das nun Demenz ist!?" (Dipl.-Med. Matthias Forbrig, Chefarzt Geriatriezentrum Klinikum Chemnitz gGmbH)

10.30 Uhr Kaffeepause, Informationsstände und Austauschmöglichkeiten

11.00 Uhr Erfahrungsbericht, offenes Gespräch "Demenz mit Leichtigkeit begegnen - Betroffene besser verstehen lernen" (Sophie Rosentreter, Autorin, geschäftsführende Gesellschafterin von Ilses weite Welt GmbH)

13.00 Uhr offizielles Veranstaltungsende, Mittagsimbiss, Informationsstände und Austauschmöglichkeiten

ab 13.30 Uhr Besichtigung der Laborwohnung (Gruppenführungen)

Eine kostenlose Betreuung für Angehörige durch einen professionellen Pflegedienst ist vor Ort gesichert. Auf Wunsch werden Gebärdendolmetscher die Veranstaltung begleiten. Bedarf dazu bitte bis zum 07.09.2018 unter der Kontaktadresse anmelden.

Schließzeit im August

Ab Montag, dem 06.08.2018 sind bis zum Ende des Monats keine Beratungen möglich. Wir bitten dafür um Verständnis. Es ist aber immer jemand hier, falls Sie eine kurze Frage haben, ein Alltagshilfsmittel benötigen oder bei Fü(h)r Mich eine Begleitung anmelden möchten.

Erlebnis SinnReich - Eröffnung im Herbst geplant

Nach einigen Wochen Warten und Hoffen freuen wir uns über die Genehmigung der Stadt Chemnitz für die Schaufenstergrafik. Im August wird sie montiert und schmückt dann die Rosenhof-Arkaden. Damit kann auch der Innenausbau der Räume in Kürze beginnen. Für die akustische Ausgestaltung konnten wir einen Fachmann gewinnen. Es gibt eine Vielzahl von Möglichkeiten und Varianten, den Rundgang auch für die Ohren interessant und spannend zu gestalten.

Für eine Ausstattung mit vielen Details haben wir schöne Anregungen erhalten und werden diese nach und nach zusammentragen. Gemeinsam mit DON BOSCO arbeiten wir zurzeit an einem Flyer, der unser Angebot gut transportiert und möglichst gut ins Auge fällt. Der nächste Schritt wird es sein, sich über organisatorische Fragen sowie den Gesamtablauf Gedanken zu machen. Der Rundgang wird durch Angebote für verschiedene Zielgruppen begleitet und bildet den Abschluss eines SinnReich-Besuches.

An dieser Stelle starten wir erneut den Aufruf nach Anregungen, Ideen und Vorschlägen unserer Leser. Wie könnte dieses Erlebnis möglichst interessant gestaltet werden? Welche taktilen, sensorischen und akustischen Elemente könnten für den Besucher spannend sein? Wir freuen uns über Hinweise und Gedanken zum Gesamtprojekt ebenso wie über Ideen für Materialien und Ausstattungsgegenstände.

Lust, etwas zu unternehmen? - Evtl. mit Begleitung?

Der Sommer ist in vollem Gange und bietet zahlreiche Möglichkeiten, draußen aktiv zu sein. Wie immer werden in der Stadt viele Veranstaltungen angeboten, wie zum Beispiel das Stadtfest, das Weindorf usw. Wen solche Großveranstaltungen nicht locken, der macht vielleicht einfach einen Stadtbummel oder einen schönen Spaziergang in der Natur, wo es ruhig und schattig ist.

Wenn Sie dabei eine Begleitung brauchen, ist der Begleitdienst Fü(h)r Mich nach wie vor für Sie da. Unsere ehrenamtlichen Begleitassistent/innen bringen Sie gern wohin Sie möchten, freuen sich auf gemeinsame Erlebnisse und interessante Gespräche mit Ihnen. Wichtig ist, dass Sie sich spätestens 3 Werktage vor Ihrem Wunschtermin bei uns melden.

Gerade suchen wir wieder intensiv nach neuen ehrenamtlichen Begleitassistent/innen. Wenn Sie also jemanden kennen, dem die Begleitung von blinden/ sehbehinderten Menschen Spaß machen könnte, geben Sie bitte unsere Kontaktdaten weiter.

Für alle Anfragen sind wir wie bisher zu erreichen unter:
Tel. 0371/7009674
E-Mail: führmich@weisser-stock.org

Erlebtes: Ein besonderer Stadtspaziergang

Am 30.06.2018 nahm ich an einem Angebot der Volkshochschule Chemnitz für blinde und sehbehinderte Menschen teil. Der Fachbereichsleiter für Kunst und Kultur Dr. Urs Luczak führte uns durchs Zentrum der Stadt und sprach mit uns darüber, wie wir Chemnitz erleben und uns seine Zukunft vorstellen. Dies geschah vor allem im Hinblick auf die Bewerbung der Stadt als Kulturhauptstadt 2025.

Wir waren eine kleine Gruppe von 6 Teilnehmern. Das war zwar gut für den Gedankenaustausch, trotzdem finde ich es schade, dass sich nicht mehr Leute für dieses Angebot interessiert haben. Von unserem Treffpunkt am Tietz gingen wir erst einmal zum Rathaus, um das neue Tastmodell des Chemnitzer Stadtzentrums ausführlich zu betrachten. Weiter spazierten wir über den Markt und durch die Innere Klosterstraße, besuchten den Düsseldorfer Platz und den Stadthallenpark. Schließlich gingen wir die Straße der Nationen entlang und landeten auf dem Brühl, wo wir in einer Creperie einkehrten.

Dr. Luczak ist ein Experte für Architektur und Stadtentwicklung. Er war jahrelang der Stadtteilmanager des Brühls. Er erzählte uns von der Historie der Stadt und davon, wie sehr Chemnitz durch unterschiedliche Baustile geprägt ist - vom schön verzierten alten Rathaus über die großflächige DDR-Architektur bis zu den heutigen Bürogebäuden mit seinen Glasfassaden.

Das Schönste an diesem Spaziergang war der Austausch. Dr. Luczak hat uns durch seine offene Art zum Gespräch ermuntert. Er war sehr interessiert daran, wie wir die einzelnen Plätze wahrnehmen, wo wir uns mehr oder weniger wohl fühlen.

Themen waren u.a.:

Blindenspezifische Themen kamen natürlich ebenfalls zur Sprache, z.B. die sehr unterschiedlichen Lautstärken oder das völlige Fehlen akustischer Zusatzeinrichtungen bei Ampeln. Auch für die Angebote der Volkshochschule bekam Dr. Luczak Anregungen mit auf den Weg. So wünschten wir uns beispielsweise eine bessere Werbung und ausführlichere Kursbeschreibungen sowie mehr Flexibilität bei der Anmeldung. Bei kostenlosen Kursangeboten sollte es z.B. nicht erforderlich sein, die Bankdaten jedes einzelnen Teilnehmers abzufragen.

Es waren wirklich interessante 3 Stunden. Ich hoffe, die Volkshochschule lässt sich durch die noch spärliche Beteiligung nicht entmutigen und entwickelt weiterhin sowohl gesonderte Angebote als auch Teilnahmemöglichkeiten an regulären Kursen. wohl gesonderte Angebote als auch Teilnahmemöglichkeiten an regulären Kursen.

Anja Voigt

Veranstaltungen Barrierefreier Besuch der Begehungen Hallo an alle Interessierten,

dieses Jahr finden die Begehungen unter dem Motto "Jenseits von Beeten" vom 16. Bis 19.08. in der Gartensparte des Kleingartenvereins "Vereinte Kraft e. V." statt. Um Besuchern mit einer Sehbehinderung auch einen barrierefreien, selbstständigen Besuch zu ermöglichen, wurden alle wichtigen Wegbeschreibungen durch das SFZ Förderzentrum Chemnitz in die "Finden App" aufgenommen. Diese App für I-Phone kann kostenlos im App Store heruntergeladen werden. Zur Verfügung stehen die Beschreibungen der Anreise mit ÖPNV, des Rundganges durch die Gärten mit Erklärungen zu den Ausstellungsobjekten, Wegbeschreibungen zu Imbiss und Toiletten. Selbstverständlich wird der Besucher für die Heimreise auch wieder zur nächstgelegenen Bushaltestelle geleitet.

Wir hoffen, Ihnen mit unserer App helfen zu können und wünschen viel Spaß mit dem Projekt. Falls Sie Fragen haben, schreiben Sie mir gern eine E-Mail an die Adresse klandmann@cowerk.de. Über ein Feedback würden wir uns natürlich auch sehr freuen.

Herzliche Grüße,
Kristin Landmann

Begehungen 2018 - Jenseits von Beeten Die Begehungen sind ein Kunst- und Kulturfestival. Die Idee ist nicht neu. Es werden alte, leere Räume gesucht und dann mit Kunst und einem Kulturprogramm bespielt. Der Verein Begehungen e. V. tut dies seit 14 Jahren für 4 Tage im August.

Jedes Jahr suchen wir neue Räumlichkeiten. Wir finden ein Thema. Dann machen wir einen Aufruf an junge Künstlerinnen. Sie können sich mit einem Kunstwerk bewerben. Oder sie haben eine Idee und kommen nach Chemnitz um das Kunstwerk zu erschaffen. Eine Jury sucht die besten Werke und Ideen aus. Einige kommen für 4 Wochen nach Chemnitz und andere schicken oder bringen ihre Werke zu uns.

In diesem Jahr sind wir in der Kleingartenanlage "Vereinte Kraft" zu Gast. Zwischen Lauben, Blumen, Bäumen und Beeten präsentieren 23 Künstler*innen zeitgenössischer Werke aus verschiedenen Kunstrichtungen. Dazu bieten wir ein Rahmenprogramm mit Führungen, Livemusik, Workshops und vielem mehr.

Die Begehungen No. 15 werden ehrenamtlich organisiert. Der Eintritt zu den Begehungen ist frei. Unser Festival ist familienfreundlich und inklusiv, damit alle eine tolle Zeit mit uns verbringen können.

Wenn unsere Laube endlich fliegen kann, dann sind wir jenseits von Beeten.

Quelle: begehungen-chemnitz.de