Elektronische Lupen

Elektronische Lupen, auch E-Lupen genannt, sind kompakte elektronische Sehhilfen im Handtaschenformat. Ähnlich wie Bildschirmlesegeräte nehmen sie Schriftstücke oder andere "kleine" Dinge mit einer Kamera auf und geben diese stark vergrößert auf dem eingebauten Display wieder. Genutzt werden E-Lupen von sehbehinderten Personen vor allem unterwegs, um z.B. im Restaurant Speisekarten zu lesen oder an einer Bushaltestelle Fahrplaninformationen erkennen zu können. Entsprechend werden die Lupen netzunabhängig mit Akku betrieben. Im Vergleich zu optischen Lupen können E-Lupen nicht nur vergrößern, sondern auch in unterschiedlichen Farbkontrasten darstellen oder ein Bild "einfrieren", damit die Nutzer es in Ruhe betrachten können.

Die E-Lupe wird dafür über das Lesegut (z.B. ein Schriftstück) bewegt. Einige bieten für eine leichtere Handhabung zu diesem Zweck kleine Rollen. Dennoch ist die kontinuierliche Bewegung über das Lesegut etwas mühsam, weswegen E-Lupen in der Regel nicht zum Lesen längerer Texte eingesetzt werden. Der möglichen Vergrößerung sind durch die relativ kleinen Displays der Geräte, deren Durchmesser meist zwischen 4 und 7 Zoll liegt, Grenzen gesetzt.

Elektronische Lupen verfügen teilweise über eine Vorrichtung zum Aufklappen oder ein kleines Stativ, so dass unter der eingebauten Kamera mit der Hand geschrieben werden kann, z.B. zum Ausfüllen eines Formulars. Aufgrund der in der Regel etwas wackligen Konstruktion eignen sie sich aber weniger für längere Schreibarbeiten.